Die Aufschneider
Dienstag, 23. Januar 2007 | Dirk Rauchfuss | | Trackback |
Deutschland 2007 - Regie: Carsten Strauch - Darsteller: Carsten Strauch, Rainer Ewerrien, Cosma Shiva Hagen, Christoph Maria Herbst, Nina Kronjäger, Burghart Klaußner, Stipe Erceg, Bernd Stegemann - FSK: ohne Altersbeschränkung - Länge: 90 min. - Start: 8.Februar.2007 www.dieaufschneider-derfilm.de
Die Gesundheitsreform greift um sich und reißt all diejenigen mit sich, die dem Markt gehobener medizinischer Versorgung nicht gewachsen sind. Das bekommen die Mitarbeiter der Eichwaldklinik nun am eigenen Leibe zu spüren. Urlaubsträume, von fernen Ländern, Sonnenschein und Strandbar weichen der bitteren Realität, als eine Horde unsympathischer Schlipsträger die altersschwachen Gänge der Klinik betreten, um die Kunde der möglichen Schließung zu bringen. Noch ist aber nichts verloren.
Das nahe gelegene Klinikum St. Georg gilt nämlich ebenfalls als Schließungskandidat. Allerdings ist dieses Hospital im Gegensatz zur Eichwaldklinik, technisch auf dem neusten Stand und braucht sich somit nicht wirklich vor der schwächelnden Konkurrenz zu fürchten. Es sei wie es ist, um Gerechtigkeit walten zu lassen, lässt man die beiden Kliniken für zwei Wochen in einen Wettstreit treten. Wer am Ende die Prüfungskommision überzeugt, darf weiter operieren.
Während Prof. Radwanski (Christoph Maria Herbst) mit Adlersaugen durch sein steriles St. Georg streift und bereits die ersten Fäden spinnt, um sich seiner Konkurrenten zu entledigen, macht sich in der Eichwaldklinik Verzweiflung breit. Verzweiflung, die Prof. Keller (Burghart Klaußner) dazu bringt, aus seinem Krankenhaus eine Art Wellness-Klinik mit Erlebnisfaktor zu machen. Die beiden ebenso tapsigen, wie liebenswürdigen Ärzte Dr. Steffen Wesemann (Carsten Strauch) und Dr. Klaus Kunze (Rainer Ewerrien) sowie die bezaubernde Krankenschwester Sylvia Göbel (Cosma Shiva Hagen) setzen natürlich alles daran, dem Professor bei seinen Plänen zu helfen. Es dauert nicht lange, bis eine Reihe an Missverständnissen den Stein endgültig ins Rollen bringt und die drei direkt in den Machtkampf des fiesen Prof. Radwanski katapultiert.
Die satirische Komödie lebt ganz besonders von ihren stark gespielten Charakteren. Schon allein die naiven Dialoge zwischen den Ärzten, lassen kein Auge trocken. Auch wenn der Film bisweilen ein wenig in Klamauk ausbricht, bleibt er doch weitgehend niveauvoll.
Fazit: Die Aufschneider sind: Sympathisch, turbulent, plattfüßig, kurzweilig und auf jeden Fall unterhaltsam.
Trailer:
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Scheint tatsächlich ein lustiger Film zu sein, der TRailer war cool danke