Arthur und die Minimoys (PC)

Freitag, 16. Februar 2007 | Dirk Rauchfuss | | Trackback |

cover.jpgHersteller: Étranges Libellules
Vertrieb: Atari
Genre: Action Adventure / Jump ‘n’ Run
Release: 18.01.2007
FSK: 6
Medium: PC-DVD ROM
Sprache: deutsch

Luc Besson, der sich unter anderem für die Regie von „Léon der Profi“ oder „Das fünfte Element“ verantwortlich zeigte, präsentiert dem jüngeren Kinopublikum derzeit einen fantastischen Film über ein Koboldvolk im Miniaturformat. Zeitgleich zum Leinwanddebüt erscheint für den heimischen PC eine Spielumsetzung zu diesem Film. Die iEcho-Redaktion hat sich ins Abenteuer gestürzt und berichtet was das Spiel zu bieten hat.

Bei Großmuttern ist es doch am schönsten.

titel_1.jpgDie Handlung des Spieles stimmt mit der des Filmes nahezu überein und ist somit auch schnell wiedergegeben. Der Kleine Arthur verbringt die Ferien bei seiner Großmutter. Diese lebt seit dem mysteriösen spurlosen Verschwinden des Großvaters allein in einem Haus mit Grundstück. Alles was man vom verloren gegangenen Opa weiß ist, dass er den Garten des Grundstücks verzweifelt nach einem Schatz durchsucht hatte. Nun steht Großmutter vor einem großen Problem. Ein skrupelloser Immobilienhai droht damit, Haus und Hof dem Erdboden gleichzumachen, wenn sie nicht binnen zweier Tage genügend Geld aufbringen kann den Grundbesitz zu kaufen. Die Lage scheint aussichtslos, aber Arthur gibt nicht auf. Er erinnert sich daran, dass Großpapa auf der Suche nach einem Schatz war. Wenn er diesen finden könnte, würde es vielleicht ausreichen den Makler auszuzahlen. Schließlich verschlägt es den Jungen auf den Dachboden des Hauses, wo er ein altes Fernrohr findet. Bei genauerer Inspektion geschieht plötzlich Merkwürdiges. Er wird in eine andere Welt gezogen. Die Welt der Minimoys.

Klein aber fein.

Minimoys sind kleine knuffige Wesen, die gerade mal zwei Millimeter messen. Um die Kommunikation mit diesen, kaum sichtbaren, Individuen zu erleichtern� schrumpft Arthur auf deren Größe. Wo ist er gelandet? Was sind das für Wesen? Findet er hier seinen Großvater und den begehrten Schatz? All diese Fragen, werden von nun an Teil seines Abenteuers sein.

Zusammen können wir es schaffen.

together.jpgIm Verlauf des Spiels lernt Arthur Bétamèche und Selenia kennen, die ihm von nun an treue Begleiter sind. Gesteuert wird immer jeweils eine der drei Protagonisten, während man auf Tastendruck die Charaktere wechseln kann. Dieses ist für die Lösung der meisten Rätsel auch zwingend nötig, da jeder von ihnen über eine ganz individuelle Fähigkeit verfügt. So kann Arthur als einziger klettern, Selenia Gestrüpp beseitigen und Bétamèche schießen. Die Levels gestalten sich stets so, dass man bestimmte Abschnitte nur mit dem entsprechenden Charakter erreichen kann. Dieser betätigt in der Regel einen Schalter, der eine Treppe oder Brücke in Bewegung setzt, die den anderen Helden das Weiterkommen sichert. An manchen Stellen ist es wichtig zu dritt an zu packen. So verschieben die Minikobolde Blöcke oder heben Steine mit geballter Muskelkraft.

Mückenplage.

fight.jpgSo tapfer die kleinen Minimoys auch sind, einen Feind fürchten sie besonders, man nennt ihn dortzulande die Seïden. Seïden sind große Insekten, die in unterschiedlicher Form zu Land und in der Luft vorkommen. Mit Selenias Messer, Arthurs Fußtritten und Bétamèches Feuerkraft sind aber auch diese Plagegeister schnell beseitigt und der Weg für das weitere Abenteuer frei.

Kleines Szenario ganz groß.

switch.jpgIn Sachen Optik kann Arthur und die Minimoys wirklich überzeugen. Die unterschiedlichen Landschaften versprühen einen fantastischen Scharm. Riesige Kleeblätter und Graßhalme, die weit in den Himmel zu reichen scheinen, säumen den Weg. Immer wieder gibt es neue Dinge zu entdecken, die man aus dem Blickwinkel eines Zweimillimeter-Kobolds betrachten kann. Spannende, Hollywood-verdächtige Zwischensequenzen bringen die Story gekonnt voran. Ähnlich fulminat sieht es mit dem Soundtrack aus, der zu jeder Zeit passend und von wahrer Kinoqualität ist. Lediglich die schnellen piepsigen Stimmen der Minihelden nerven nach kurzer Zeit.

Wer ein Gamepad sein Eigen nennt, sollte bei Arthur und die Minimoys unbedingt davon Gebrauch machen. Leider haben es die Entwickler verpasst dem Spiel eine Maussteuerung zu spendieren. Zwar sind die Tasten der Tastatursteuerung standardmäßig mit Bedacht belegt, lassen aber kaum Möglichkeit für die nötige Präzision.

Fazit:
Arthur und die Minimoys ist keine der halbherzigen Kinofilm-Versoftungen, wie wir sie in den letzten Jahren viel zu oft ertragen mussten. Das Spiel wirkt stets hochprofessionell, bietet eine fantastische Optik, einen wirklich gelungenen Soundtrack sowie eine spannende Erzählweise. Sehr erfrischend zeigt sich die Interaktion zwischen den drei Charakteren. So ist das Spiel einem herkömmlichen Jump’n’ Run immer ein Stück vorraus.

Der Trailer zum Videospiel:

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1 Kommentar vorhanden

  1. Andi am 12. Dezember 2007 4:05

    Habe das Spiel erst durch diesen blog kennen gelernt, danke für die Vorstellung, war sehr anschaulich.

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